Tankaufschlag statt Tankrabatt Die Ökonomen und Wirtschaftswissenschafter sind hinsichtlich des Tankrabatts geteilter Meinung. Mal hält es einer für eine gute Lösung und mal hält es einer für eine schlechte Lösung. Warum sollte man nicht einmal über alternative Lösung nachdenken. Wer ist denn eigentlich Schuld an unserer aktuellen Situation? In erster Linie ist es Donald Trump, der unüberlegt einen Krieg begonnen hat und als Folge nicht damit gerechnet hat, dass die Straße von Hormus und auch kürzlich noch der Zugang zum Suez-Kanal geschlossen wurde. Eine gehörige Mitschuld haben auch die deutschen Automobilkonzerne, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben und viel zu lange auf Verbrenner Motoren gesetzt haben. Als Folge davon sind viele industrielle Arbeitsplätze verloren gegangen und die aktuell hohen Spritpreise sind deshalb doppelt so schmerzhaft für die Bevölkerung. Schuld ist letztendlich auch die Regierung, die das alte Subventionsprogramm für E-Autos (der sogenannte Umweltbonus) am 17. Dezember 2023 abrupt eingestellt hat. Das hatte zur Folge, dass der stetige Verkauf von E-Autos plötzlich vorbei war. Mit einer Förderung hätten sich noch diverse Mitbürger ein E-Auto leisten können, die es aktuell aufgrund der überall gestiegenen Kosten eben nicht mehr können. Wie wäre es alternativ einmal mit einem Aufschlag anstelle eines Rabatts? Ein konstanter Preis bei 3 Euro über einen Zeitraum von einem Jahr hätte einen gewissen Charme. Gleichzeitig kombiniert mit einem nicht veröffentlichten Preisdeckel gegenüber den Mineralölkonzernen würde diese Maßnahme unserer Regierung einen sehr großen finanziellen Spielraum geben. Was könnte unsere Regierung jetzt mit dem Mehr an Einnahmen machen? Für die Umstellung von alten Gas- und Öl-Heizungen auf Wärmepumpen gibt es ein vernünftiges Umtauschprogramm. Diejenigen, deren Einkommen hoch ist, bekommen nur eine Grundförderung. Diejenigen, deren Einkommen niedrig ist, bekommen einen sehr hohen Fördersatz. Übertragen auf die E-Autos würde es bedeuten, dass dann viele ihren Verbrenner gegen ein E-Auto eintauschen würden. Auch das wäre ungerecht denen gegenüber, die bereits jetzt schon ein E-Auto fahren. Aber das ist nicht so schlimm, wie der ewige Tankrabat, der nichts positives für die Umwelt bewirkt. Gleichzeitig könnte die Regierung daraus eine „Spezialoperation für deutsche Autohersteller“ machen. Wer sich ein in Deutschland produziertes E-Auto anschafft bekommt einen zusätzlichen prozentualen Rabatt. Bei den Wärmepumpen gibt es für ein bestimmtes Gas in der Wärmepumpe ein paar Prozente mehr. Damit schließt man die chinesischen, amerikanischen oder andere europäische Hersteller nicht grundsätzlich aus, weil keiner gezwungen ist, den zusätzlichen Bonus mitzunehmen. Einen zusätzlichen Bonus könnte es auch für E-Autos geben, die ein bidirektionales Laden möglich machen. Automatisch könnte in die Förderung auch Wallboxen mit integriert werden. Das wichtigste ist aber, dass vorher noch der Gesetzesentwurf von Frau Reiche einkassiert wird, der das bidirektionale Laden verhindert.
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