Michele
Michele
5/18/2025, 10:16:00 AM

Schade, dass das Buch "Als wir Schwäne waren" schon zu Ende ist. Behzad Karim Khani hatte mich schon mit den ersten Sätzen erreicht und mich nicht mehr losgelassen. Mit seiner einfachen und doch oft auch poetischen Sprache, schildert er nicht nur das Milieu und die Zeit, in der er aufgewachsen ist, sondern er gibt ein Zeugnis, von einem jungen Menschen, der sich seinen Platz in einer für ihn fremden und oft nicht wohlgesonnenen Umgebung suchen und finden muss. Es sind oft die einfachen Beobachtungen, die nicht nur seine Situation, sondern zugleich eine ganze Gesellschaft beschreiben. "Du bist hier zu Gast." In Deutschland ist das als Drohung gemeint und fordert Wohlverhalten ein während in anderen Gesellschaften die Gastfreundschaft einen besonderen Status genießt. Mit nur wenigen Worten wird so viel ausgesagt. Wie schon an anderer Stelle gesagt, erinnert mich Khani oft an Charles Bukowski mit seinem genauen und niemals sentimentalen Blick auf die Randständigen unserer Gesellschaft, in der Drogen und Gewalt bestimmend sind. Vermutlich wird Khani bewusst sein, wie wenig selbstverständlich sein Weg zu einem bekannten Schriftsteller war und dass sein Weg vielleicht auch derjenige von Reza und seinen Freunden hätte sein können. Ich werde noch zwei Schlüsselstellen aus dem letzten Abschnitt heraussuchen, die für mich zum Verständnis des ganzen Buches wichtig waren. Ein Buch, das mich literarisch und psychologisch sehr beeindruckt hat und das ich sehr gerne mit euch gelesen habe.

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