biggi🐝
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11/5/2025, 11:50:53 AM

Sehr geehrte Mitglieder des Europäischen Parlaments, vor Kurzem haben Sie ein Verbot für Bezeichnungen wie „Veggie Burger“, „Veggie Wurst“ oder „Veggie Schnitzel“ erlassen. Damit wird offenbar angenommen, dass EU Bürger nicht in der Lage seien, den Unterschied zwischen einem herkömmlichen Schnitzel und einem rein pflanzlichen Produkt zu erkennen – obwohl die Verpackung eindeutig mit „rein pflanzlich“ gekennzeichnet ist und vegane Artikel meist in einer separaten Kühltheke angeboten werden. Im Bereich der Gesundheit jedoch zeigt das Parlament kaum Reformwillen. Verbraucherinnen und Verbraucher werden mit pseudomedizinischen Produkten ohne nachweisbare Wirkung konfrontiert. Daraus ergeben sich zentrale Fragen: • Wie vielen EU Bürgern ist die Bedeutung der CE Kennzeichnung auf Medizinprodukten überhaupt bewusst? Angesichts dessen, dass auch das umstrittene Gerät Healy eine CE Nummer trägt, erscheint das aktuelle System dringlich überholt. Weiters gibt es nicht nur technische Medizinprodukte, sondern auch viele, die auf den ersten Blick wie Arzneimittel aussehen (vlg. z. B. ViruProtect Spray), aber mit sehr fraglicher Wirkung, wenn man Plattformen wie medizin-transparent.at, betrieben von Cochrane Österreich, als Informationsquelle heranzieht. • Wie vielen Menschen ist die Existenz der sogenannten „besonderen Therapierichtungen“ – Homöopathie, Anthroposophie und Phytotherapie – bekannt? • Wie vielen ist klar, dass für die Zulassung von Arzneimitteln aus diesen Bereichen keinerlei Wirksamkeitsnachweis gefordert wird? • Wie vielen ist die durch zahlreiche Studien belegte Unwirksamkeit dieser drei Therapieformen geläufig? Ohne Evidenz dürfen sie nicht als Arzneimittel gelten. Selbst Ärztinnen und Ärzte verlieren zunehmend den Überblick, welche Präparate wissenschaftlich fundierte Wirkungen besitzen und welche aus anthroposophischer Praxis stammen (vgl. z. B. Is¬cador). Ohne klare Information ist es für die Bevölkerung unmöglich, wirksame von unwirksamen Therapien zu unterscheiden, als Negativbeispiele seien hier noch Bioresonanz, Reiki, Radionik etc. angeführt Deshalb fordere ich im Namen der EU Bürger eine transparente Kennzeichnung: 1. Auf allen Arzneimitteln, deren Wirksamkeit durch placebokontrollierte, verblindete und randomisierte Studien belegt ist. 2. Auf homöopathischen und anthroposophischen Präparaten ohne Wirksamkeitsnachweis: Hinweis, dass eine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus nicht erwiesen bzw. nicht zu erwarten ist 3. Auf phytotherapeutischen Mitteln: Hinweis, dass eine Wirkung aufgrund der Inhaltsstoffe möglich, aber nicht nachgewiesen ist. 4. Generell: Keine pauschale Kennzeichnung von zweifelhaften Produkten als Medizinprodukt. Zudem muss die verpflichtende, ehrliche Aufklärung durch Ärztinnen, Ärzte und Apotheker erfolgen. Alles, was nicht wissenschaftlich belegt ist, muss klar als esoterisch gekennzeichnet werden – und hat weder in Apotheken noch in Arztpraxen Platz. Mit freundlichen Grüßen

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