Es ist 4 sowas in der Früh, ich bin angesäuselt und auf Medikamenten, aus Gründen, die hier nicht von Bedeutung sind. Eigentlich sollte ich lange schlafen, allein nach diesem Tag, ist das grade nicht so ganz drin. Ich fürchte, das wird nun wirr und auch etwas länger, aber ich versuche mein bestes, weil ich es auch loswerden muss. Tippfehler und sowas bitte ich zu verzeihen, ich les dann morgen nochmal drüber. Vorerst will ich einfach rausballern, was mir auf der Leber liegt und dann möglichst krank vor Sorge ins Bett umfallen. An Krisen mangelt es ja nicht Wir leben nun mindestens schon seit Corona in Zeiten, in denen Krisen, auch existenzielle Krisen, der Normalfall sind. Für meine jüngeren Leser*innen, das war durchaus nicht normal. Natürlich gab es die Atombombe, den Russen, es gab das Ozonloch oder den Ölpreisschock. Die Welt war nie fad, aber der Grundtenor war schon ein sehr viel anderer. Vor allem lag es immer in "unserer" Hand, also wir, die Menschheit, könnten darüber entscheiden. Heute weiß man hingegen kaum noch, vor was man sich am meisten anscheißen soll. Der Klimawandel? Die Teuerung? Migrationswellen? Faschos? Es mangelt wirklich nicht an Krisen, viele davon machen uns völlig hilflos. Und das schlägt auch auf die Laune, wenn nix mehr hinhaut und alles nur noch bestenfalls als Provisorium empfunden wird. Wenn alle meinen, es geht alles den Bach runter, ist es schwer, genug Leute zu finden, die die Kraft aufbringen, dann doch nochmal was dran zu drehen. Ich für meinen Teil, hab diese Kraft nimma. Ich hab mir jetzt 13 Jahre alles aus den Rippen geschnitten und dann noch Kohle nachgeschossen und was alles. Es ist einfach nix mehr da, was ich noch geben kaönnte, außer billige Wortspenden. Ehrlich wüsste ich auch nicht mehr, warum es das wert wäre, da noch einen und wieder einen und dann doch noch einen dranzuhängen. Ich hab keine Kinder, es gibt keine Dynastie, die zu verteidigen ist, mein Leben wird irgendwo, hoffentlich, am Zentralfriedhof in bester Gesellschaft enden und was schert es dann schon, dass es halt einer wieder zu nix gebracht hat? Ich sage ja, in guter Gesellschaft. Dass es nicht das pure Glück sein wird, das mich ins Grab bringen wird, naja, das wussten schon die meisten zu Schulzeiten. Man ist halt vor allem sich selber. Überrascht bin ich aber schon durchaus, dass die Welt sich so einig in ihrer Selbstvernichtung geworden ist. Wenn sich jemand das Messer ansetzt oder in voller Absicht die Tabletten in den Rachen jagt, dann trifft das zwar auch andere, aber es ist nichts inert bösartiges. Es ist eine Tragödie. Wenn Tech-Bros, Nihilisten und wahnsinnige Narzisten sich darauf einigen, dass die Welt eigentlich eh ganz leiwand ist, aber es gibt halt zu viele Menschen und wie bringen wir die weiter? Die Ressourcen sind nun mal endlich und wer braucht die schon und mit "die" sind arme Menschen aus anderen Ländern gemeint und keinem erscheint dieser Gedanke schlimm, naja, dann simma, wo wir waren und wir sind, wo wir heute sind. Die Welt, und damit meine ich die Gesellschaft, also uns Menschen, sieht sich erheblichen Herausforderungen gegenüber: Klimawandel, Artensterben, aber auch Verteiligungsgerechtigkeit und wie wir damit miteinander und zueinander auskommen versuchen wollen. Das ist an sich schon nicht trivial. Gar nicht sogar. Allerdings tun wir das nur grade nicht nicht, es sind auch noch Scheißheisl am Ruder, denen das nicht mal eine Größe ist, sondern die sich erstmals sowieso schon Bunker in Neuseeland und was weiß ich wo gebaut haben, also die ersten sind, die sich absetzen, wenn es dann akut den Bach runter geht, aber denen es halt auch genau so wurscht ist, was dann mit den Leuten passiert, die das nicht können. Seien es die eigenen Landsleute, Alliierte, die eigene Rasse, Menschen..... Alles egal. Die Firniss der Gesellschaft, dessen was wir "Werte" genannt haben, war nie besonders robust, zu viel kratzen durfte man da nie, aber dass sie doch nicht nur nichts trägt, sondern sogar nun aktiv verlacht wird und einfach 1/3 bis 1/2 der Menschen, solchen Arschlöchern immer noch traut und glaubt, also das hätte ich nicht mal in meinem zynischsten Jahren geglaubt. Dass man eine Supermacht binnen nicht mal 2 Jahren so niederreiten kann, dass die Selbstbereicherung im Land der "Checks & Balances" so aus dem Ruder laufen kann, das war für mich unerwartet. Auch dass sich dieses Tech-Bro Gsindl um einen Tisch einfindet, um dort schlimmer als das jeder Verschwörungstheoretiker von Davos bis zu den Freimaurern vermuten können würde, sich einfach aufteilt, was man wie macht, wohl wissend, dass alle anderen über bleiben, also das hätte ich auch nicht geglaubt. Wenn man sieht, was hier auf Schiene gesetzt wird, uff. Und alle wissen, dass es nicht klappen wird. Es ist sogar die Absicht. KI wird uns nicht retten, Rechenzentren werden niemals Gewinn abwerfen, die gesamte US-Ökonomie ist eine große Blase, die zusehends Risse zeigt, aber das ignoriert man halt. Der Behemoth USA wird schirchstens krachen, aber nicht mal das scheint zu stören. Was das für uns gemeines Gsindl heißt, von dort bis hier, joa, auch das interessiert nicht. Was soll schon sein? Die grandiose Handelspolitik des orangenen Scheiße-Clowns führt mittlerweile in Ländern zu Ausschreitungen und Aufständen, weil die Leute ihre Laster nimmer betanken können, weil Lastwagen die Jause nicht mehr in den Kramladen, nicht mehr in das Cafe bringt, weil die Baustelle steht, weil die Preise so gestiegen sind, dass man selbst das Gebrachte nimma loswird. Da ist so vieles ins Rutschen geraten, dass man selbst, wenn man wollte - und nehmen wir nur kurz an, dass hier echt kompetente Leute am Werk wären - das würde Jahre dauern. Jahre, in denen Familien nicht Essen, in denen man festsitzt, in einer Welt, die immer heißer, trockener und gnadenloser wird. Millionen werden sich auf den Weg machen. Sie haben keine andere Wahl, wenn man ihnen ihre Lebensgrundlage nimmt und das tun manche grade sehr ausgiebig. Dazu der Klimawandel und die Interessen mancher, die Migration bewusst als Waffe benutzen, und dann ist hier eine Suppe fertig, die auch wir hier nicht auslöffeln können, geschweige denn wollen. Dann sind die Faschos in ganz Europa wieder da. Und sehr viel härter als nach 2015. Was ja auch das Ziel ist. Wir haben es hier mit Agenten des Weltuntergangs zu tun. Entweder glauben sie an gar nichts, wie ein Donald Trump, für den alles ohnehin nur PR ist, oder aber es ragt sogar bis weit in die religiöse Rechte hinein, für die der Weltuntergang ohnehin schon immer das Ziel war, weil dann kommt ja Jesus wieder, und nun gerät das wirklich und auch erstmalig in greifbare Nähe. Das ist natürlich vollkommen irre. Die einen wollen den Weltuntergang, weil ins Hirn geschissen. Die nächsten, weil man aufm Weg dahin gut Kneidl machen kann. Und die anderen, weil man sich so den "Undesireables" entledigen kann, die ja nur unsere schönen Ressourcen verbrauchen. Das ist alles so krank, dass selbst Putin da noch fast vernünftig erscheint. Ich sagte fast. Natürlich ist auch der völlig plemplem und hat einen großen Anteil daran, dass alles so den Bach runter geht, wie es das grade tut, aber zumindest erkenne ich da noch logisches Denken. Bei Leuten wie Thiel, Musk, Altman, Zuckerberg ist davon gar nichts mehr zu erkennen. Da steckt der Kopf im eigenen Arsch bis zum Hals. Und darauf hab ich auch keine Antworten mehr. Wie wollen wir das als Gesellschaft geregelt kriegen, wenn die mächtigste Wirtschaftsmacht der Welt, mit dem mächtigsten Militär der Welt, von Menschen gelenkt wird, die nicht mal den Intellekt eines vernachlässigten Kindes besitzen? Das könn ma uns einrexn Ein Lichtblick ist Kanada und Mark Carney, der klare Worte findet und an einer Neuordnung ausgesprochen energisch interessiert ist. Es gibt einige andere, aber leider wenige Beispiele, wo auch der Groschen gefallen ist, aber wir wissen ja auch, wie lang sowas dauert, bis dann mal auch das Papier stimmt, die Tinke getrocknet ist, da sind wir nicht gerade die schnellsten, daweil ist Feuer am Dach. Und das ist auch wirklich so. Es ist gewaltig Feuer am Dach! Die gesamte Weltwirtschaft kriegt grade Schluckauf. Handelswege geschlossen, Lösungen nicht in Sicht, Bedarf riesig, Kriege und dann war da noch was mit Klimaschäden. Es ist grade wirklich richtig was zu tun und anstatt, dass wir da gemeinsam anpacken, stürzen alte, weiße Männer aus purer Hybris die Welt ins Verderben. Und es ist keine Lösung in Sicht. Nicht eine. Mir bleibt die Tage nicht mehr viel, über das ich noch lachen oder zumindest schmunzeln kann. Nun ja. Die Meeresenge Bab al-Mandab bedeutet zu Deutsch, das Tor der Tränen. Das ist sehr passend. Ich könnte jetzt noch jede Menge Charts hier ranhängen, was alles ausm Ruder läuft, aber bei der Menge, ergibt das gar nicht mehr so viel Sinn. Wir laufen in die größte Krise der Weltgeschichte hinein, falls sich manche nicht sehr bald auf besseres besinnen. Das wird richtig übel. Ich hab wirklich keine Hoffnung, gar keine, dass wir das diesmal noch gewuppt kriegen. Die nächsten Monate werden sehr spannend und wahrscheinlich auch nicht recht lustig. Wie gesagt, ich hab keine Kinder, ich hab im Grunde keine Verpflichtungen. Mit einem Hut aus Zynismus und der Buddl Rum kommt man da schon durch, aber es ist sooooo unnötig. Wir sind schon sehr dumm. Wie unendlich schade.

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