Obiaushv
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6/3/2026, 12:33:41 PM

Beim diesjährigen St. Petersburg International Economic Forum ( #SPIEF) wird auch der Unternehmer und Verleger Holger Friedrich als Redner erwartet. Friedrich ist unter anderem Verleger der Berliner Zeitung sowie der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ). Laut Programm soll er an einer Diskussion zum Thema „Neue Medien, Werbung und Kommunikation: Wie neue Technologien die Geschäftswelt verändern“ teilnehmen. Friedrich steht seit Jahren in der Kritik. Medienbeobachter werfen insbesondere der Berliner Zeitung vor, wiederholt Akteuren aus dem prorussischen, verschwörungsideologischen und AfD-nahen Spektrum eine Plattform zu bieten. Auch die von Friedrich herausgegebene Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ) sorgt regelmäßig für Kritik. Das 2026 gestartete Blatt versteht sich als ostdeutsches Leitmedium. Medienkritiker werfen der OAZ jedoch vor, ein politisch einseitiges Bild Ostdeutschlands zu zeichnen und wiederholt Positionen Raum zu geben, die russischen Narrativen und dem Umfeld der AfD nahestehen. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine dürfte seine Teilnahme an einem der wichtigsten Wirtschafts- und Netzwerkforen Russlands daher zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Neben Friedrich reisen weitere deutsche Wirtschaftsvertreter nach St. Petersburg. Nach Angaben der Deutsch-Russische Auslandshandelskammer sind inzwischen wieder rund 1.600 deutsche Unternehmen in Russland aktiv. Ihr Umsatz habe im vergangenen Jahr etwa 20 Milliarden Euro betragen. Die Zahlen zeigen, dass trotz westlicher Sanktionen und des anhaltenden Krieges weiterhin erhebliche wirtschaftliche Verbindungen zwischen Deutschland und Russland bestehen. Der Vorstandsvorsitzende der Kammer, Matthias Schepp, sprach sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dafür aus, Russland wirtschaftlich nicht vollständig Asien zu überlassen. Zu den angekündigten Teilnehmern gehören außerdem der Agrarunternehmer Stefan Dürr, der mit seinem Unternehmen zu den größten Milchproduzenten Russlands zählt, sowie der langjährige Geschäftsführer der Globus Holding, Thomas Bruch. Eingeladen sind zudem mehrere Politiker der AfD. Das Forum gilt als wichtigste internationale Wirtschaftsveranstaltung Russlands und wird von der russischen Führung genutzt, um trotz Sanktionen und internationaler Isolation wirtschaftliche und politische Kontakte zu pflegen. Die Teilnahme deutscher Unternehmer, Medienvertreter und Politiker dürfte daher auch in Deutschland kritisch beobachtet werden.

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